Muskelfaserriss

Unsere Muskeln bestehen aus vielen lang gestreckten und parallel angeordneten Muskelfasern. Diese haben die Eigenschaft sich blitzartig zusammenziehen zu können. Bei einem Muskelfaserriss reißen einzelne Muskelfasern oder sogar das gesamte Muskelbündel. Dies geschieht zum Beispiel durch Überlastung oder Überdehnung der Muskulatur. Besonders betroffen sind Sportler die Sportarten mit plötzlichen Richtungswechseln, Stopps und Beschleunigungen betreiben, wie Handball, Fußball oder Tennis.

Woran erkennst Du einen Muskelfaseriss?

Es tritt ein akuter, stechender Schmerz auf. Ist ein oberflächlicher Muskel betroffen, so kann eine deutliche Delle oder Verdickung des getastet werden. Genauen Aufschluss bietet eine Sonografie oder ein Kernspin.

Therapie

Im Akutfall sollte der Muskel sofort entlastet, gekühlt und hochgelagert werden. Die PECH-Regel (P=Pause, E=Eis, C= C(K)ompression, H= Hochlagerung) wird von Medizinern empfohlen. Zusätzlich kannst Du Schmerzmittel nehmen. Wichtig ist, den Muskel auch längere Zeit (bis zu 6 Wochen) nach der Verletzung zu schonen, auch wenn kein Schmerz mehr zu spüren ist. Die Muskulatur braucht ihre Zeit, um wieder zu verheilen. Auch Wärme und Kompression kann helfen die Regeneration zu unterstützen. Hier helfen Bandagen mit wärmenden Material und sanfter Kompression, wie zum Beispiel Sportbandagen der Hersteller Rehband, McDavid oder Lp-Support. Einige Muskelfaserrisse müssen operativ wieder hergestellt werden, andere heilen von selbst wieder aus. In jedem Fall empfehlen wir einen spezialisierten Sportarzt oder Orthopäden zu besuchen.



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